Website erstellen lassen Oldenburg
Wenn mehrere Menschen mitreden

Firmenwebsite für Unternehmen in Oldenburg

Ab einer bestimmten Betriebsgröße ist die Website kein Gestaltungsthema mehr, sondern ein Organisationsthema. Wer entscheidet, wer pflegt, was passiert mit Bewerbungsdaten, und wie kommt ein zweiter Standort in die Struktur?

Diese Seite beantwortet die Fragen, die bei Einzelunternehmern nicht auftauchen. Für den grundsätzlichen Ablauf eines Projekts gibt es eine eigene Seite, für Preise die Kostenübersicht.

Kapitel eins

Zuständigkeiten vor dem Start klären

Die teuerste Verzögerung in Firmenprojekten heißt „das müssen wir intern noch abstimmen“. Sie lässt sich vermeiden, indem drei Rollen benannt werden, bevor die erste Rechnung entsteht.

Die Entscheidung

Eine Person gibt frei. Sie sammelt Rückmeldungen aus dem Team, gewichtet sie und formuliert eine Antwort. Ohne diese Rolle kommen widersprüchliche Wünsche an, und jede Korrekturrunde erzeugt eine neue.

Die Zulieferung

Fachtexte kommen aus den Abteilungen, nicht von außen. Legen Sie fest, wer welchen Abschnitt liefert und bis wann. Ein Satz pro Leistung reicht als Rohfassung, den Rest übernehme ich.

Die Pflege danach

Nach dem Launch ändert sich etwas, spätestens beim ersten neuen Mitarbeiter. Klären Sie vorher, ob jemand intern pflegt oder ob die Pflege beauftragt wird. Davon hängt ab, ob ein Redaktionssystem sinnvoll ist oder nur zusätzliche Komplexität bringt.

Drei Rollen, ein Satz

  • Entscheidung: gibt frei
  • Zulieferung: liefert Fachinhalte
  • Pflege: ändert nach dem Launch

Alle drei können dieselbe Person sein. Nur unbenannt sollten sie nicht bleiben.

Kurz gesagt

Ein Redaktionssystem lohnt sich, wenn intern jemand Zeit und Lust hat. Sonst ist eine fest gebaute Seite mit beauftragter Pflege ruhiger und günstiger.

Kapitel zwei

Mehrere Standorte oder Abteilungen abbilden

Die häufigste Fehlentscheidung ist, für jeden Standort eine fast gleiche Seite anzulegen. Suchmaschinen sehen darin austauschbare Dokumente, und intern entsteht Pflegeaufwand, den niemand eingeplant hat.

Struktur bei mehreren Standorten
Variante Passend, wenn Pflegeaufwand
Eine Übersichtsseite mit allen Adressen gleiches Angebot, nur andere Anschrift gering, eine Seite
Eigene Seite je Standort eigene Ansprechpartner, Öffnungszeiten oder Leistungen je Standort eigene Inhalte nötig
Eigene Seite je Leistung, Standorte als Abschnitt ein Ort, aber mehrere klar getrennte Angebote mittel, dafür klare Suchtreffer
Getrennte Domains je Standort eigenständige Marken oder Gesellschaften hoch, jede Domain braucht eigene Inhalte

Die letzte Variante ist die aufwendigste und wird am häufigsten unterschätzt. Zwei Domains bedeuten zwei Impressen, zwei Datenschutzerklärungen, zwei Pflegezyklen und die Aufgabe, beide mit unterschiedlichen Inhalten zu füllen.

Kapitel drei

Stellenanzeigen auf der eigenen Seite

Wer Personal sucht, hat auf der eigenen Website einen Vorteil, den Stellenbörsen nicht bieten: Bewerber sehen den Betrieb, bevor sie sich bewerben. Das setzt allerdings voraus, dass die Anzeige mehr enthält als eine Aufzählung von Anforderungen.

Technisch lässt sich eine Stellenanzeige mit strukturierten Daten auszeichnen. Damit kann sie in der Jobsuche von Google erscheinen, ohne dass Sie für eine Schaltung bezahlen. Voraussetzung sind vollständige Angaben zu Titel, Ort, Beschäftigungsart und Veröffentlichungsdatum sowie eine Anzeige, die auch wirklich noch offen ist. Abgelaufene Anzeigen müssen entfernt oder als geschlossen markiert werden.

Inhaltlich zählt für Bewerber in der Region vor allem, was konkret ist: Arbeitszeiten, Team, Einsatzorte, wie der Einstieg abläuft und an wen die Bewerbung geht. Die Formulierung „spannende Herausforderungen in einem dynamischen Umfeld“ steht in fast jeder zweiten Anzeige und sagt nichts.

Angaben für die Jobsuche

  • Stellentitel ohne Zusätze
  • Einsatzort mit Anschrift
  • Beschäftigungsart und Umfang
  • Veröffentlichungsdatum
  • Ablaufdatum oder Entfernung nach Besetzung
Kapitel vier

Formulare und Bewerbungsdaten

Sobald ein Formular auf der Website steht, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Bei einer Kontaktanfrage ist das überschaubar, bei einer Bewerbung nicht mehr.

Für jedes Formular gilt: Fragen Sie nur ab, was Sie zur Bearbeitung brauchen. Ein Geburtsdatum im Kontaktformular hat keinen Zweck und muss deshalb weg. Weisen Sie im Formular selbst darauf hin, wofür die Daten verwendet werden und wie lange sie gespeichert bleiben, und verlinken Sie die Datenschutzerklärung dort, wo abgeschickt wird.

Bewerbungen brauchen zusätzlich einen Weg, auf dem Unterlagen nicht dauerhaft auf dem Webserver liegen. Üblich ist die verschlüsselte Weiterleitung in ein Postfach mit begrenztem Zugriff. Nach einer Absage werden die Unterlagen gelöscht; als Frist hat sich der Zeitraum eingebürgert, der sich aus den Klagefristen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ergibt. Wer Unterlagen länger behalten möchte, braucht die Einwilligung der Bewerberin oder des Bewerbers.

Das ist eine praktische Einordnung, keine Rechtsberatung. Bei größeren Bewerbungsverfahren lohnt sich eine Abstimmung mit der Person, die bei Ihnen den Datenschutz betreut.

Vor dem Launch prüfen

  • Nur benötigte Felder im Formular
  • Hinweis auf Zweck und Speicherdauer
  • Verschlüsselte Übertragung
  • Spamschutz ohne externe Dienste
  • Empfängerkreis intern begrenzt
  • Löschroutine für Bewerbungen
Kapitel fünf

Übergabe und Dokumentation

Eine Firmenwebsite überlebt Personalwechsel. Deshalb gehört zum Abschluss eine Übergabe, die auch dann noch trägt, wenn die Person, die das Projekt begleitet hat, nicht mehr im Unternehmen ist.

  • Zugangsdaten für Domain, Hosting, Postfächer und Redaktionssystem, an einer Stelle dokumentiert
  • Quellcode, vollständig, ohne Bindung an eine Lizenz
  • eine kurze Anleitung, wie Inhalte geändert werden, in verständlicher Sprache
  • Zugang zur Google Search Console, damit Sie sehen, wofür Sie gefunden werden
  • Kontakt für den Fall, dass etwas nicht funktioniert, mit vereinbarter Reaktionszeit

Was hier fehlt, fällt erst Jahre später auf, meistens im ungünstigsten Moment. Fragen Sie jeden Anbieter danach, auch mich.

Kapitel sechs

Häufige Fragen

Wer sollte im Unternehmen für die Website zuständig sein?

Eine Person entscheidet, mehrere liefern zu. Die entscheidende Person muss nicht viel Zeit haben, aber sie muss Rückmeldungen bündeln und freigeben dürfen. Projekte ohne benannte Entscheidung dauern regelmäßig doppelt so lange, weil jede Runde neue Meinungen einsammelt statt Punkte abzuschließen.

Braucht jeder Standort eine eigene Seite?

Nur wenn sich die Standorte inhaltlich unterscheiden: eigene Ansprechpartner, eigene Öffnungszeiten, eigenes Leistungsspektrum. Sind es reine Adressen ohne eigenes Angebot, genügt eine Standortübersicht. Mehrere fast identische Standortseiten schaden eher, weil sie sich gegenseitig Konkurrenz machen.

Lohnt sich eine eigene Karriereseite?

Wenn Sie regelmäßig einstellen, ja. Bewerber schauen sich vor der Bewerbung die Website an, und eine Stellenanzeige auf der eigenen Seite lässt sich mit strukturierten Daten auszeichnen, sodass sie in der Jobsuche von Google erscheinen kann. Für eine einzelne Stelle im Jahr reicht ein Abschnitt auf der Kontaktseite.

Was muss ich beim Bewerbungsformular beachten?

Bewerbungsunterlagen sind sensibel. Fragen Sie nur ab, was Sie wirklich brauchen, informieren Sie im Formular über Zweck und Speicherdauer, und sorgen Sie dafür, dass die Daten verschlüsselt übertragen und nicht dauerhaft auf dem Webserver liegen bleiben. Nach einer Absage werden die Unterlagen gelöscht, üblicherweise nach Ablauf der Fristen aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Erst Zuständigkeiten, dann Termine

Sagen Sie mir, wie viele Standorte es gibt, wer freigibt und ob intern jemand pflegen wird. Daraus ergibt sich, welche Struktur trägt und was sie kostet.